Jo´s Geschichte

Bis Feb. 2004 lebte ich geb. 2002 fast nur draußen, dann kamen diese Zweibeiner und haben mich gefangen, ich war ganz schön sauer weil ich kastriert wurde, von meinem schönen Fell haben sie mir jede Menge abgeschnitten und noch nicht mal meinen Flohzirkus durfte ich behalten;-(( Als ich nach der Narkose wieder fit war hat meine neue zweibeinige Mami jedes Versteck in das ich mich mit viel Mühe hineinquetschte zugemacht, war das ein Stress und auch durch Fauchen und Knurren konnte ich sie nicht davon abhalten.

Da waren auch noch andere Katzen und Hunde aber die waren bei weitem kein so großes Problem wie diese furchtbaren Zweibeiner, na ja etwas Gutes hatten die auch ich bekam immer reichlich leckeres Futter. Dann, nach drei Tagen hatte ich meinen Platz gefunden und der Stress ging richtig los, meine zweibeinige Mami meinte sie müsste mich immer wieder bürsten und die Augen säubern, der habe ich es aber gegeben, wenn sie nicht vorsichtig war hab ich gekratzt und gebissen, die hatte noch ein paar Tagen tolle Pfoten :))

Das ging zwei Monate so, aber sie hat nie mit mir geschimpft und gutes Futter gab es immer noch reichlich. Langsam fing es an mir zu gefallen und ich habe geschnurrt, da war diese Zweibeinige ganz happy, hat mich in einen Kasten gesteckt und wir fuhren zum Impfen, war nicht so toll und ich hab`s ihr in den nächsten Tagen ganz schön übel genommen!

Nach drei Monaten fing ich an das Haus zu erkunden, war nicht übel und der Platz auf dem Balkon war toll, vor allem wenn ich in der Sonne liegen konnte. Wenn sie rief "Wo ist denn Mami`s Goldkater" lief ich meistens ganz schnell zu ihr, dann gab`s immer was Leckeres. Oh, diese Zweibeiner, als ich dann ihre Pfoten nicht mehr durch Kratzen und Beißen verschönerte haben sie das morgendliche und abendliche Bürsten manchmal vergessen und ich musste miauend hinter ihnen herlaufen, eigentlich sollte es ja so bleiben das sie hinter mir herlaufen :))
Abend`s wollten sie manchmal fern sehen, war das langweilig, auf die Couch wollte ich nicht, also habe ich so lange miaut bis sich einer zu mir auf den Boden gesetzt hat um mit mir zu schmusen und zu spielen. Nach fünf Monaten wussten alle Zweibeiner was ich gerade will! Zum Dank habe ich nur noch ohne Krallen geschlagen und das Beißen habe ich ganz gelassen.

Dann wurde ich krank und musste oft in diesen blöden Kasten, ich habe miaut, aber aber das hat dann nicht geholfen, die fremden Zweibeiner die hab ich dann aber doch gekratzt und gebissen.

Heute, nach zehn turbulenten Monaten bekomme ich jeden Morgen Thunfisch mit meiner Medizin ( mein Herz ist doppelt so groß wie es sein sollte ), das ist lecker und ich putze meinen Napf ganz leer und meine Mami ist dann immer glücklich. Nur an zwei Tagen in der Woche, Sa. und So., ist es ganz schön anstrengend meine Zweibeiner aus dem Bett zu miauen!

Nacht´s schlafe ich bei meiner zweibeinigen Mami, sie stöhnt zwar manchmal wenn ich mit meinen 5 kg auf ihrem Rücken liege, bleibt aber schön brav liegen und wenn sie dann nachts auch mal schnurrt wasche ich ihr das Gesicht und schnurre mit. Jetzt bin ich ein glücklicher, zufriedener Kater, nach draußen, nein da mag ich nicht mehr und meine Zweibeiner gebe ich auch nicht mehr her!!!

PS : Manchmal wenn meine zweibeinige Mami gestresst ist schnappt sie mich und drückt mich ganz doll an sich, das gefällt mir zwar nicht immer aber dann schnurre ich so gut und so laut wie ich kann denn das tut ihr gut und ich weiß sie hat mich gaaaanz viel lieb und würde mich nie wieder hergeben!!!

Liebe Grüße

Euer Jo ( Dez. 2004 )


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